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Nestle is böse. P&G. Hunger.

Nestle is böse. P&G. Hunger.

Vor ein paar Tagen lud ich dieses Bild auf Instagram hoch. Viele haben nicht verstanden, warum ich Nestlé als böse bezeichne. Ein anderer Kommentar sagte, dass trotzdem jedes zweite Produkt welches ich benutze von Nestlé sei.

Nestlé ist ein schlimmer Konzern und sollte aus mehreren Gründen gemieden werden. Zum einen vertritt Nestlé ein sehr radikale pro-Gentechnik Position zum anderen hielt Nestlé-Tochterfirma L’OREAL lange Zeit an der Durchführung von Tierversuchen fest. Erst aufgrund großen öffentlichen Drucks entschloss sich L’OREAL auf Tierversuche bei fertiggestellten Produkten (die ohnehin nicht mehr getestet werden müssen) zu verzichten. Man kann davon ausgehen, dass die einzelnen Inhaltsstoffe dieser Kosmetikprodukte weiterhin an Tieren getestet werden.

Die folgende Grafik solltet ihr euch in Groß angucken. Dort werdet ihr sehen, dass viele Marken nur in der Hand sehr weniger großen Konzerne liegen.

Illousion. Macht. Auswahl?

Illousion. Macht. Auswahl?

Nestlé ist der weltweit größte Hersteller von Flaschenwasser. Während nach Angaben der UNESCO 1.3 Milliarden Menschen ohne ausreichende Trinkwasser Versorgung leben, steigen die Kosten für gesudnheitlich-unbedenkliches Wasser rapide an. Gerade in Asien wurden durch Nestlé (und Konkurrenzunternehmen Danone) in den letzten Jahren immer mehr lokale Wasseranbeiter aufgekauft.

Durch die ungebremste Vermarktung von industriellgefertigter Babynahrung in Länder der sogenannten „dritten Welt“, kommt es nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation und UNICEF zu ca. 1,5 Millionen Säuglingstoden jährlich. Nestlé bricht regelmäßig den 1981 geschlossenen „Kodex für die Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten“ aus Gründen der Profitmaximierung.

Natürlich schaffe ich es nicht Nestlé zu 100% so zu boykottieren, wie es angebracht wäre. Denn 1. laufe ich nicht immer mit einer Liste alle zu meidener Großkonzerne durch die Gegend, 2. bin ich manchmal einfach zu faul alles doppelt und dreifach zu kontrollieren und 3. gibt es auch noch andere Konzerne außerhalb dieser Liste, die gemieden werden sollten. Wie zum Beispiel FERRERO wegen Nutella. Warum? Weil sie Palmöl benutzen.

Was tun in einem System in dem Gewinnorientierung eben das Hauptziel eines Unternehmens ist? Ich denke es ist schon gut etwas Aufklärungsarbeit zu leisten und die Produkte zu meiden, von denen ich weiß, dass sie zu den sogenannten „Bösen“ gehören.

Es ist schwierig in einer Welt, in der es den Großteil der Konsumenten nicht interessiert wo ihre Güter her kommen und es ist der Vorteil dieser Konzerne. Ich empfehle den Film „We feed the world“, da kommt recht eindrucksvoll der Chef dieses Konzerns zu Wort. Wer lieber Bücher liest, dem empfehle ich „Schwarzbuch der Markenfirmen“, es ist sehr aufschlußreich und regt zum nachdenken an. Zusätzlich stellt Zusammenhänge auch ganz gut dar. Auch gut von Jean Ziegler: Imperium der Schande.

Ein Interessanter Artikel vom Handelsblatt darüber, wem Nestlé das Wasser abgräbt.

Das ist ein riesengroßes Thema, ich weiß gar nicht womit man am Besten anfängt. Es gibt so viele Produkte, Inhaltsstoffe und Marken, die man meiden sollte. Es ist wirklich nur mit sehr viel Wissen & dauerhaftem Interesse möglich, all dem Übel aus dem Weg zu gehen. Dahinter muss eine Motivation stecken, ein persönlicher Grund – warum man diesen Weg gehen möchte. Denn, so richtig und wichtig genau dieser Weg ist, desto mehr Gelächter und Spot erfährt man, wahrscheinlich aus Neid und Unwissenheit. Wenn nicht mit erstauntem Blick von Auge zu Auge, dann hinter dem Rücken. Aber eines sollte gesagt werden: Ja, das ist der richtige Weg.

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