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Was liebst du an dir?

Manchmal bin ich in einem Zwiespalt mit mir selbst. Mag ich mich, oder mag ich mich nicht? Und was mag ich an mir und wieso? Manchmal mag ich meine Nase, weil sie eben keine Modelnase, wie aus Hochglanzmagazinen ist, sondern eine Charakternase. Vor ein paar Jahren habe ich mir immer eine Nasen OP gewünscht. Mittlerweile kann ich meine Nase gut riechen :)

Ich mag meine dünnen Handgelenke und meine filigranen langen Finger. Ich mag meine Augen und meine Lippen, die leichten Sommersprossen, meine Schlüsselbeine, meine Weltanschauung, mein Temperament, meine Wimpern, meine Zähne und meine Fußfesseln. Ich liebe meine Narben. Jede!

An manchen Tagen mag ich meine Kurven, an anderen vermisse ich meine Knochen. Ich frage mich, warum ich an manchen Tagen mehr in mich verliebt bin und an anderen Tagen möchte ich nicht aus dem Haus gehen. Schluss mit den Komplexen! Schluss mit dem Selbsthass.

Ich möchte mich so akzeptieren können wie ich bin. Es ist so schade, dass die Medien ein Schönheitsideal festgelegt haben, der Industrie zu Liebe. Wenn man Vorzeigebeispiele mischen würden (so wie Dove z.B), dann könnte sich jeder so lieben, wie er ist. Oder zumindest die nächste Generation.

Warum die Medien nicht das Schönheitsideal abschaffen werden: Viel zu große Industriezweigen in Milliardenhöhen würden kaputt gehen. Schönheitsoperationen aus falschen Gründen und all die vielen Diätprodukte, Ernährungsberater, Fitnessbranche… ich sag nicht, dass niemand mehr auf seine Figur achten würde, aber es wären wohl deutlich weniger.

Heute hab ich mich wieder lieb, nachdem ich gestern nicht aus dem Haus gegangen bin.

Was liebst du an dir? Und bist du auch manchmal schwach oder öfter? Was glaubst du, woran das liegt? Was würde dir helfen, dich wohler zu fühlen?

Fühl dich gedrückt.

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Web 2.0 du Arschloch!

Ich weiß nicht woher dieser ganze Hass kommt. Da poste ich ein Foto auf dem Kleiderkreisel-Blog von einer Dame auf dem Berlin-Festival. In meinen Augen war sie unglaublich selbstbewusst, ihr Gang war voller Liebe und ich finde sie sehr stylisch. Also habe ich sie um ein Foto gebeten. Noch dazu das aller erste in meiner Fashion-Blog-Geschichte. ZUfälligerweise ist Leni selbst Fashion-Bloggerin und Werbemodel. Kleiderkreisel hat den Post auf ihrer Facebookseite gebloggt.

Die Kommentare sind zum Teil echt schrecklich:
„ich find die haare viel schlimmer“
„Miss Piggy bist du es?“
„omg, geht gar net!!!!!! -.- HAHAHA xD“
„Bilder des Grauens“
„Sorry aber Leute die so rumlaufen gehören verboten.“

Aua. Also erstes muss sie sich natürlich nur mit ihr selbst wohlfühlen. Aber was veranlasst Menschen dazu, von einem bloßem Bild so hässlich zu werden? In meinen Augen ist dieses Mädel eine waschechte Schönheit und noch dazu eine absolute Individualistin. Ja natürlich, das ist jeder von uns… aber manch einer ist dennoch ein Schaf in der Herde.

Wenn ich nichts positives zu sagen habe, dann lasse ich es doch lieber. Das widerspricht sich mit dem, was ich hier manchmal schreibe? Nein, nicht wirklich. Denn das was ich hier manchmal schildere und worüber ich mich aufrege, ist das Unrecht. Selbe Situation, andere Personen, andere Kulisse. Wut aus Traurigkeit aufgrund der Vorkommnisse. Aber ich stelle mich (glaube ich) nicht hin und sage: „Hässliches Baby.“
Wenn ich sage, dass H&M scheiße ist, dann wegen der Produktion und nicht weil die Mode hässlich ist. Wenn ich mich über einen weißen Mann beschwere, dann weil er einen schwarzen Mann wie einen Sklaven behandelt hat. Und falls ich, und ich bin nicht perfekt, jemanden persönlich so ungerecht verletzt habe aufgrund seines Aussehens, dann möchte ich es wissen, dafür gerade stehen mich entschuldigen und mich bessern. Solch ein hässliches Verhalten (bei anderen fällt es einem immer leichter auf als bei sich selbst) möchte ich dies nicht als Eigenschaft besitzen.

Und dann frage ich mich: Wie sieht die Person aus, die solch einen Kommentar verfasst? Garantiert nicht wie eine der Damen aus einem Hochglanzmagazin, mit denen sie z.B. Leni vergleichen. Wenn ich durch die Menschenmengen gucke, dann suche ich kein Topmodel, ich suche die Menschen mit einer besonderen Ausstrahlung. Ich suche die, die sich selbst gefunden haben, mit dem gewissen Etwas. Habt ihr schon einmal eine hellhäutige Frau mit solch einer wunderschönen Lockenpracht gesehen?

Es gibt schon genug demotivierende Reklame, mit abgemagerten Models. Ja natürlich würde ich auch gerne Kleidergröße XS haben, habe ich aber nicht und wird wahrscheinlich nie wieder passieren. Und es gibt genug Frauen mit Stil, die Kurven haben! In meinen Augen sind diese Kommentare wie die Kinder, die in der Reihe sitzen und Kotzgeräusche machen, wenn man vorbei geht. Niveauvoll ist das nicht. Selbstzufrieden auch nicht. Gruppenzwang vielleicht, oder Neid? Ich weiß es nicht, aber wenn ich das lese, spüre ich eine Schwere auf meinem Herzen. Schwarz… mir stockt der Atem. Ich bin erst wortlos und dann schreibWÜTIG.


Beziehungsglück

Ich Bin glücklich in meiner Beziehung. Keine war so lang, wie diese. Trotzdem waren alle schön, zumindest eine Zeit lang.

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Was macht eine Beziehung zu einer lang anhaltenden Liebe? Ich glaube nicht, dass das Alter entscheidend ist, die Hautfarbe oder ob man optisch zueinander passt. Vielmehr ist es wichtig, dass man die selbe Sprache spricht und ich meine nicht Englisch oder Deutsch. Mehr die Verknüpfung der Worte an Gefühle und Erfahrung. Man sollte eine Gemeinsamkeit haben. Sei es das liebste Hobby oder die Auffassung wie eine Beziehung laufen sollte. Ebenso sollten beide gleich viel
Wert sein. Das Geben und Nehmen muss in Relation stehen.

Eine große Portion Ehrlichkeit. Die Bereitschaft zu Vertrauen, den Mut über alles zu sprechen, ohne Angst.

Es gibt viele Wege eine Beziehung unbewusst zu sabotieren: Das anstauen unausgesprochener Gedanken, der Verzicht auf die eigene Lebensfreude, die eigene Unzufriedenheit immer und immer wieder am Partner auszulassen ohne darüber zu sprechen, Lügen, Eifersucht.

Eine der Herausforderungen im Leben ist es, den Partner zu finden zu dem wir passen. Bis wir einander richtig kennenlernen, die Anfängliche Verliebtheit verfliegt, die Maske porös wird und der erste Eindruck verfliegt, können ein paar Monate vergehen.

Manche schaffen dann den Absprung nicht. Andere haben vielleicht Angst vor dem Alleinsein. Einer liebt immer mehr als der andere.

Wichtig ist, sobald man selbst merkt, dass das Interesse nachlässt, den Partner nicht im Glauben zu lassen, alles sei okay. Reden ist wohl einer der wichtigsten Faktoren in einer Beziehung.

Was hast du in deinen Beziehungen gelernt? welche Eigenschaften sind für dich unverzichtbar?


JETZT leben.

Manchmal überkommt einen die Angst. Angst etwas zu verpassen. Vor lauter sorgenvoller Gedanken genießen wir nicht den Moment. Wer kann heute schon noch alleine für sich sein, ohne Internet? Gegenwärtig sein fällt zunehmend schwerer – durch den Druck und permanenter Fortschritt. Man muss nicht meditieren um in der Gegenward zu leben. Eine Liste von minimalen Kleinigkeiten für ein zufriedeneres, bewussteres Leben mit dir und Anderen.

1) ATME

Tief atmen, fühlt sich nicht immer natürlich an. Ich versuche stets an meine Atmung zu denken, gerade in Momenten, die besonders wichtig sind. Je mehr ich aus der Fassung gerate, desto weniger atme ich. Bevor ich handele, nehme ich dann 3 tiefe Atemzüge. Das hat mir z.B. vor Präsentationen in der Schule geholfen oder bei Bewerbungen.

2) Minimalistisch sein

Trenne dich von unnötigen Besitztümern. Man fühlt sich so viel leichter, wenn man ausrangiert und anderen damit eventuell noch eine Freude machen kann. Physisches Durcheinander wird zu psychischem Durcheinander. Wenn man sich von allem trennt außer dem Wesentlichen, kehrt Ruhe ein und man erkennt, was wirklich wichtig im Leben ist. Minimalismus kommt nicht über Nacht, aber je mehr ich mich damit befasse, desto mehr denke ich über jeden Kauf nach. Ebenso beim Lebensmitteleinkauf. Ich versuche nicht einzukaufen, ehe alle Essbaren Dinge im Haus aufgebraucht sind.

3) Lächeln

Mein ganzes Leben lächele ich schon. Wenn ich bedrückt bin weniger. Manchmal ertappe ich mich, wie ich die Stirn in Falten lege oder böse gucke – je nach Gedanken. Gedanken sind sehr mächtig, aber sie definieren uns nicht und wir sollten nicht zulassen, dass sie unsere Stimmung plötzlich kippen lassen. Akzeptiere deine Gedanken, was immer sie gerade denken und dann lächele. Ich liebe es wildfremde Menschen anzulächeln, weil man niemals weiß, wie es ihren Tag beeinflusst. Vielleicht weißt du was ich meine, weil es dir selbst schon einmal passiert ist?

4) Vergebe der Vergangenheit

Ich habe eine menge beschissener Dinge in meinem Leben erlebt. Egal wie lange sie her sind, wenn ich daran denke, schmerzt es, als würde es gerade jetzt stattfinden. Manche Erinnerungen sind extrem lebendig. Bin ich daran gescheitert dieser Vergangenheit zu verzeihen, scheiterte ich ebenso dabei in diesem Moment präsent zu sein. Vergeben ist eine persönliche Entscheidung. Wenn ich mich dazu entscheide zu vergeben, fühle ich mich freier.

5) Große Träume haben und hart arbeiten.

JETZT ist der Moment deine Ziele zu erreichen. Planen motiviert, aber es ist wichtig sich darauf zu konzentrieren was wir in diesem Moment tun können und nicht in der Zukunft hängen bleiben. Dinge passieren nicht immer, wie wir sie vorhersehen. Alles was wir haben, ist dieser Moment.

6) Eins nach dem anderen

Chronische Multitaskler einen Schritt vor. Gelegentlich mache ich To-Do-Listen. Hält mich allerdings nicht davon ab 5 Dinge gleichzeitig in Angriff zu nehmen. Dadurch fühle ich mich nie 100% bei einer Sache. Ich entscheide mich zum Beispiel einen Blog zu schreiben, aber schreibe nebenbei Mails, antworte auf Kommentare, bearbeite Bilder, bereite Versand von Produkten vor… etc. Natürlich ist Multitasking nicht immer negativ. Trotzdem sollte man sich auf eine Aufgabe konzentrieren können. Wenn ich das tue, bin ich achtsamer und fühle mich weniger zerfetzt.

7) Tue weniger

Manchmal ermutigt die Gesellschaft mehr und mehr und mehr zu tun. Bis die Tage zum Rand gefüllt sind. Wo führt es uns am Ende hin? Zerstreut halbherzige Leistung erbringen. Weniger tun kann heißen, dass du deine Ziele konzentrierter und mit besserer Qualität erreichst. Hetzen macht unachtsam. Manchmal veröffentliche ich Videos zu schnell, dabei hätte ich lieber noch 2-3 Tage daran basteln können und bessere Ideen dazu gehabt.

8) Raum für Pausen

Gib dir selbst etwas Raum zum atmen. Tue weniger, mache Pausen zwischen deinen Aufgaben. Plane niemals 12 Stunden non stop. Wenn du mit To-Do-Listen arbeitest, lasse ein paar Zeilen leer, für Dinge die im laufe des Tage auftauchen. Es tauchen immer noch mehr Dinge auf!

9) Aufräumen als Meditation

Aufräumen ist eine lästige Pflicht. Es scheint niemals genug zeit zum putzen zu sein und es ist prinzipiell eine Hetzjagd. Aufräumen kann beruhigen. Nächstes Mal wenn du aufräumst, bringe deine volle Aufmerksamkeit mit, konzentriere dich auf jeden einzelnen Schritt und mache es langsam. Sieh das Reinigen als Stressabbau und nicht als lästige Pflicht.

10) Verteile Liebe

Mache etwas nettes für Jemanden – jeden Tag. Lächele Fremde an. Halt die Tür auf. Kaufe jemanden einen Kaffee. Gebe den Bedürftigen. Rufe jemanden an, den du lange nicht gesprochen hast. Gebe jemanden deinen Sitz im Bus oder Bahn. Mache jemanden ein Kompliment. Sag: Ich schätze dich sehr. Es fühlt sich so verdammt gut an!

Mein Beitrag ;) „Leb jetzt!“


Nostalgische Momente

Oh man… ich gehe gerade ein paar meiner alten Videos durch. Eines meiner liebsten Videos ist das hier.

War ich nicht niedlich? ;)

Ich erinnere mich noch genau an diesen Tag. Das ist das schöne an den Videos für mich. Wenn ich sie mir ansehe, weiß ich genau, wo ich gerade bin, was gerade war, weswegen ich dieses Video aufgenommen habe. Es versetzt mich in alte Zeiten zurück. Und es ist schön, sich an gewisse Tage zu entsinnen :)

Kennst du das auch, so von Bildern? Hast du eines im Portemonnaie oder auf dem Nachtisch – wenn ja, welcher Moment ist es?

Ich glaube nicht daran, dass ein Gott existiert, aber diese Geschichte ist ein schönes Sinnbild dafür, wie viel wir nicht wissen und nicht wissen können. Wissenschaft steht im Gegensatz zur Spiritualität. Gewisse Dinge sollte man nicht leugnen, nur weil sie nicht bewiesen sind. Was ist mit Liebe? Man kann sie nicht sehen, aber wir können sie spüren. Zumindest Manche ;) Ich respektiere andere Religionen und möchte auch erfahren, wie sie gelebt wird. Aber nicht, weil ich diesen und jenen Gott kennenlernen möchte, sondern die Liebe dafür. Manche handeln im Namen ihres Gottes. Viel Blut wurde in seinem Namen vergossen. Glaubenskriege. Gut sein, kann man auch ohne sich zu unterwerfen. Gutes zu tun, weil man glaubt, jemand würde alles zählen, niederschreiben und einen bestrafen wenn… – ist das dann wirklich gutes tun – so unter Zwang? Was motiviert dich, etwas nettes zu sagen oder etwas gutes zu tun? Ich meine es, wie ich es sage. Möchte nichts damit erreichen. OKAY, wer kennt es nicht – etwas nettes sagen oder tun, weil man hofft etwas dafür zu bekommen? Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich das nie getan habe. Und wenn ich mich dabei ertappe, fühle ich mich schlecht.

Ich möchte so geliebt werden, wie ich bin. Möchte nicht verstoßen werden, weil ich etwas nicht bin. Ich möchte alles sagen können, was ich MEINE.

Meinungsfreiheit. Was meinst du? :)