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-3kg Gewicht + 3kg Zuversicht

Faszinierend zu beobachten, wie sehr eine Essstörung das Selbstwertgefühl unter Kontrolle hat. Der Tag hat prinzipiell keine Chance gut zu werden, wenn die Waage mehr als am Vortag anzeigt. Aber wie positiv es sich auswirken kann, wenn die Anzeige unverändert oder sogar weniger anzeigt, ist unfassbar.

In 14 Tagen habe ich nun 3 Kilo verloren. Wie?

Nach 12 Uhr keine Kohlenhydrate.
2x die Woche Sport (1 Stunde).
Statt der vielen Säfte nur noch Wasser.
Statt Latte Macchiato nur noch schwarzen Kaffee, ohne Zucker versteht sich.
Alle 3 Stunden kleine Mahlzeiten, nach Möglichkeit Rohkost.
Am Abend Magermilchquark.

Das ganze in Kombination mit einem Kalorienzähler.

Da es gerade so gut läuft, bin ich extrem gut gelaunt, motiviert, produktiv, freundlich, selbstbewusst… Diese lächerlichen 3 Kilo sorgen dafür, dass mir eine meiner Vor-Schwangerschaft-Hosen wieder passt – eine viel zu enge Jacke muss nicht mehr um ihre Knöpfe bangen und alles kneift einfach etwas weniger. Das fühlt sich gut an. Das macht Laune!

Nur der Schwabbelbauch nervt noch etwas. Bin ja auch echt ein Hefeklos gewesen in der Schwangerschaft. Habe alles gegessen, was keinen Schimmel hatte… ein Wunder, dass ich 1 1/2 Jahre nach der Geburt wieder mein altes Gewicht erreichen konnte.

Ich denke, dass jeder Mensch sein Gewicht hat, dass er halten kann ohne etwas zu tun. Aber wenn er darunter möchte oder drüber, dann ist das harte Arbeit und sobald Mann/Frau nachlässig wird – landet er/sie wieder dort, wo er hin gehört.

Ein Dauerlauf also. Ich hoffe ich habe eine menge Ausdauer. Wir werden es sehen. So zuversichtlich ich zur Zeit auch bin, desto sicherer bin ich, dass ich es nicht laut aussprechen werde, wenn das Gegenteil der Fall ist *lach*

Ich stehe lieber zu Erfolgen, als zu Niederlagen.
Oder zu Niederlagen, auf den ein Erfolg kam :)
Kennt ihr das?

Alles Liebe,
die Waschbärmama ohne Waschbrettbauch

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Was liebst du an dir?

Manchmal bin ich in einem Zwiespalt mit mir selbst. Mag ich mich, oder mag ich mich nicht? Und was mag ich an mir und wieso? Manchmal mag ich meine Nase, weil sie eben keine Modelnase, wie aus Hochglanzmagazinen ist, sondern eine Charakternase. Vor ein paar Jahren habe ich mir immer eine Nasen OP gewünscht. Mittlerweile kann ich meine Nase gut riechen :)

Ich mag meine dünnen Handgelenke und meine filigranen langen Finger. Ich mag meine Augen und meine Lippen, die leichten Sommersprossen, meine Schlüsselbeine, meine Weltanschauung, mein Temperament, meine Wimpern, meine Zähne und meine Fußfesseln. Ich liebe meine Narben. Jede!

An manchen Tagen mag ich meine Kurven, an anderen vermisse ich meine Knochen. Ich frage mich, warum ich an manchen Tagen mehr in mich verliebt bin und an anderen Tagen möchte ich nicht aus dem Haus gehen. Schluss mit den Komplexen! Schluss mit dem Selbsthass.

Ich möchte mich so akzeptieren können wie ich bin. Es ist so schade, dass die Medien ein Schönheitsideal festgelegt haben, der Industrie zu Liebe. Wenn man Vorzeigebeispiele mischen würden (so wie Dove z.B), dann könnte sich jeder so lieben, wie er ist. Oder zumindest die nächste Generation.

Warum die Medien nicht das Schönheitsideal abschaffen werden: Viel zu große Industriezweigen in Milliardenhöhen würden kaputt gehen. Schönheitsoperationen aus falschen Gründen und all die vielen Diätprodukte, Ernährungsberater, Fitnessbranche… ich sag nicht, dass niemand mehr auf seine Figur achten würde, aber es wären wohl deutlich weniger.

Heute hab ich mich wieder lieb, nachdem ich gestern nicht aus dem Haus gegangen bin.

Was liebst du an dir? Und bist du auch manchmal schwach oder öfter? Was glaubst du, woran das liegt? Was würde dir helfen, dich wohler zu fühlen?

Fühl dich gedrückt.


WeightWatchers – Wiegetag

Die Waage sagt: -0.5 Kilo
Erste Erfolge nicht nur auf der Waage, sondern auch in der Umstellung beim essen. Zu Rohkost greife ich gerade deutlich lieber und kann auch feststellen, dass sie satt macht. Der Verzicht auf Kohlenhydrate fällt nach nur ein paar Tagen gar nicht mehr schwer. Gestern habe ich 200 Gramm Studentenfutter genascht. Aber eher, weil es das erste war, was ich um 11 Uhr zwischen die Zähne bekommen habe. Nach einer Hand hat mein Körper deutlich gesagt, Nussbedarf gedeckt. Aber da ich um 11.30 Uhr noch immer kein Salat zubereitet hatte, war die Tüte dann kurze Zeit später leer. Als ich bei WeightWatchers die Punkte prüfen wolle, musste ich schlucken. 29 Punkte. Würde ich nicht stillen, wäre mein Tageskontingent überschritten gewesen. So gab es noch die ganzen Tag Rohkost – 0 Punkte – und ein Stückchen Schokolade und satt war ich trotzdem.

Faszinierend ist, je mehr Obst und Gemüse man ist, desto leichter und gesunder fühlt man sich. Gesagt wird das oft und gehört hat das schon jeder. Aber das Gefühl selbst kann man nicht so einfach abtun. Phänomenal. Für Gefühle gibt es eben keine passenden Worte, deswegen sind es Gefühle. Das Gefühl das ich heute auf der Waage hatte, ist ebenso schwer zu beschreiben. Erleichterung ;)