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Sei nie zufrieden mit dem was du hast.

Du sabotierst dich selbst, wenn du nicht mit dem Zufrieden bist was du hast.

Ein möglicher innerer Monolog könnte sein:
Ich möchte das Paar Schuhe von CASADEI. Die neue Tasche von Louis Vuitton, brauche ich auch. Die Sonnenbrille von Gucci ist von letzter Session. Ich muss mehr arbeiten, für mehr Geld. Ich muss wieder befördert werden. Was ich habe ich langweilig, ich will mehr, ich will neues.

Guck mal, die Frau da vorne hat eine Jeans von Guess, die möchte ich auch. Das Kind hat ein IPhone5, meines ist ja schon out. Erst wenn ich ein Porsche habe, bin ich etwas wert. Ich bin so uncool ohne den neuen Lippenstift aus der Sommerkollektion von Estee Lauder. Toll, jetzt habe ich XY und es ist gar nicht so besonders. Das ist nicht das, was ich wollte. Es geht besser. Mein Leben ist so anstrengend. Ich bin einfach nichts wert. Wieso hat die mit 25 Jahren schon ein eigenes Büro? Ich sollte auch Steuerberaterin für Großunternehmen werden. Wieso sieht sie so toll aus. Warum kann sie gehen, wann sie will.

Solche inneren Gedanken und Vergleiche sind eine hundertprozentige Unzufriedenheitsgarantie. Mit diesem Gedankengut kommt dir dein Leben ganz bald sinnlos vor. Du wirst depressiv, wenn du es nicht schon bist. Mit dem ständigen genörgel vergiftest du dein persönliches Umfeld. Ab und zu können Freunde und Familie so etwas ertragen. Aber deine Unzufriedenheit lässt deine Mitmenschen leiden. Mit der Zeit wirst du einfach unbeliebt werden.

Natürlich kannst du selbst entscheiden, ob du weiterhin negative Gedanken hegen möchtest. Und das hier zu lesen, wird dein Leben nicht verändern. Es sei denn du erkennst dich darin und schaffst es deinen Gedanken zu lauschen.

Eine kleine Aufzählung dessen, worüber du dich freuen und für das du dankbar sein könntest: du kannst lachen, gehen, denken, du bist vielleicht relativ gesund, kannst morgens aufstehen, bist frei von Schmerzen, hast eine Familie und Kinder, die dich mögen, hast eine Arbeit. Vielleicht fällt dir noch etwas ein?

Manchmal ist es einfacher eine Liste der Dinge zu erstellen, die einen erfreuen. Deine Reichtümer, deine Erfolge… Dein Gefühle werden es dir danken, wenn du deine Unzufriedenheit zumindest für kurze Zeit aus dem Kopf verbannst.

„Unglücklich und unzufrieden bist du nur, wenn du dich ständig auf das konzentrierst, was dir fehlt, dich bedauerst, bemitleidest, klagst und nach dem Motto lebst: mehr, mehr, mehr.“*

Unzufriedenheit entsteht dort, wo es keine Zufriedenheit über das gibt, was wir besitzen. In dem Moment wo dir bewusst wird, was du eigentlich alles hast – wirst du zufriedener mit deinem Leben sein und die Belastung wird weniger.


Über mich: Sinnfrei.

Auf dem Kleiderkreisel-Blog habe ich ein paar Worte geschrieben um mein Wesen verständlich zu machen. Da mich dort keiner kennt und noch nie ein Video von mir gesehen hat, musste ich mich mal eben kurz zusammenfassen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich euch auch vieles noch gar nicht erzählt habe.

Ich könnte ja mal etwas über mich ganz persönlich schreiben :D Wenn du bis hier gekommen bist, HALLO ERSTMAL! *grins* Wer sich nicht für mein Inneres interessiert, darf jetzt abschalten.

Mein Name ist Amy, in echt heiße ich anders. Aber ich hasse meinen Namen. Nachdem ich aus der Schule raus bin (Abi – aber wen kratzt das schon), habe ich mich nur noch als Amy vorgestellt. Menschen, die meinen echten Namen kennen sind Familienmitglieder. Freundeskreis, ausgewechselt. Meine Arbeitgeber, haben sich selbst einen anderen Namen gegeben. Das wird einfach so hingenommen. Keiner stellt Fragen.

Ich bin 24 Jahre alt. Online bin ich seit 1999. Mein erster Blog war richtig „billig“ auf beepworld – im Jahr 2000. Er wurde gehackt. 2004 habe ich einen neuen Blog auf myblog.de eröffnet. Der ist aber auch schon veraltet. Seit letztem blogge ich auf WordPress. Bombastisch!

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Das Leben ist bunt und macht Spaß. Mir zumindest. Ich war schon viel und wollte noch viel mehr werden. Ich habe prinzipiell ja gesagt und dadurch viel erlebt. Die Bands in denen ich gesungen habe, kann ich gerade mal so zählen. Die Fotoshootings bekomme ich nicht mehr zusammen. Aufträge in anderen Ländern und Städten. Aufregende Menschen, verrückte Begegnungen, gutes Essen. Alles schon erlebt, alles schon gehabt. Nicht zu viel, nicht zu wenig.

Seit meinem 11ten Lebensjahr esse ich kein Fleisch mehr. Einige Jahre habe ich in Ausland verbracht. Davor war ich Mobbingopfer und Außenseiter. Im Ausland, war es anders. Weil ich ja woanders herkam, wurde ich plötzlich „interessant“. Daher bekam ich wohl Selbstbewusstsein. Jedenfalls hat das Ausland mein Leben verändert.

Meine Eltern haben sich getrennt. Oder ich meine Eltern? Mein Vater hatte eine Neue. Das hab ich raus gefunden, weil er sein Emailfach offen gelassen hat. Pech. Oder auch Glück. Dann ging es ab zurück nach Deutschland.

Die Zeit bleibt irgendwie stehen, wenn man nicht an einem Ort ist, an dem man vorher war. Man erwartet, dass dort alles so ist, wie man es verlassen hat. Aber so ist es nicht. Zumindest war es bei mir nicht so.

Ich war mal ganz doll in einen Typen verliebt. Der mochte mich nie. Ich hab ihm trotzdem geschrieben. Ich war so ein kleiner Stalker. Er war einfach traumhaft. Heute finde ich ihn zum kotzen. Aber leider wäre ich immer noch aufgeregt, wenn ich wüsste, dass ich ihn gleich treffe. Das nervt. Und das ist schon über 10 Jahre her. Ich hab ihn mindestens 6 Jahre nicht mehr gesehen. So etwas bescheuertes.

Es ist für mich undenkbar einen monotonen Job auszuüben. Deswegen mache ich so ziemlich alles, wogegen ich keine massive Abneigung habe. Seit 5 Jahren bin ich Türsteherin im SAGE Club, Berlin. Davor stand dort der bekannte Sven Marquardt, der jetzt die Tür im Berghain macht – ja, darauf bin ich irgendwie stolz. Aber nur an Tagen, wo der Laden aus allen Nähten platzt. Bald darf ich mich Veranstaltungskauffrau nennen, da ich in Ausbildung zu diesem Beruf bin. Wahrscheinlich werde ich von meinem Betrieb übernommen. Ab und zu betätige ich mich als Komparse. Das bringt nicht viel Geld, aber macht Spaß. Weiteres Taschengeld bringt mein YouTube-Kanal… das ist ein Hobby, dass ich betreibe bis ich sterbe. Mein Freund fürs Leben quasi. Echt jetzt!

Jobs die ein absoluter Griff ins Klo waren: Barkeeperin im Last Cathedral ( so ein Grufti-Schuppen im ehemaligen Rammstein-Studio ), Menschen-auf-der-Straße-Anquatscher-um-regelmäßige-Spenden-für-Projekt-XY-zu-erTOTquatschen, Menschen-dazu-bringen-möglichst-viele-Produkte-von-Marke-XY-zu-kaufen…

Der Verschleiß an Szenen in meiner Selbstfindungsphase war enorm. Ich war alles, nur nicht „Norm“. Angefangen hat es bei Metal, ging dann zumindest optisch in Richtung Gothic, ging dann fließend über zu Gothic mit Farben -> Emo und dann kurze Erholung… Dreads. Jetzt… Jetzt tendiere ich zu einem chilligen Dauerschwarz-Schlabberlock, mit Emo-Makeup *haha* Das klingt merkwürdig, könnte aber hinkommen.

Seit 2012 bin ich Mama und musste natürlich einen Gang zurück schalten. Leider fällt mir das manchmal schwer, in meinem unternehmungs- und wandlungslustigem Wesen. Aber… ich hab das niedlichste Kind der Welt. JA wirklich *gg* Sie nun der größte Teil in meinem Leben.

Manchmal hab ich das Gefühl, meine Gedankensprünge sind nicht nachvollziehbar. Ich hoffe insgeheim, dass mein näherer Umkreis mitspringen kann. Aber die Realität sieht nicht immer so gelenkig aus. Ab und zu fühle ich mich dann reif für die Klapse. Geschrieben muss das ganze noch merkwürdiger herüber kommen… auch Wurst. Käse mein ich!

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Wenn ich morgens aufstehe, ist mein erster Gang zur Wage und dann zum Spiegel. Je nachdem was die Wage sagt, sieht das Spiegelbild auch. Wenn ich bis 60KG wiege, fühle ich mich gut. Wenn es über 60KG sind, bewahre man mich vor meinen Gedanken. An diesen Tagen bin ich froh, dass es wahrscheinlich keinen gibt, der Gedanken lesen kann. Aber meine Gedanken wären in diesem Fall auch nicht anders, als die von den meisten anderen Frauen.

Ich erkenne einen Drogendeal mit Leichtigkeit. Der typische Checker-Handschlag. Der Gang, die Körperhaltung, die kontrollierenden Blicke, die kurze „zufällige“ Begegnung. Mich macht es manchmal extrem traurig, dass ich das mehrmals täglich sehe und ich nicht bei der Drogenfahndung gelandet bin. Es ist in meinen Augen so auffällig, aber bei einem „eingespielten“ Team, dennoch unsichtbar für ein ungeübtes Auge.

Leute beobachten macht mir Spaß (offensichtlicher Gedankensprung?!). U-Bahn & S-Bahnfahren finde ich super. Oft frage ich mich, was wohl in den Köpfen der anderen Menschen vorgeht und versuche Ihre Mienen zu deuten. Ein Gesichtsausdruck in einem unbeobachteten Moment kann ganz schön verräterisch sein.

So, jetzt werden meine Finger müde und mein Gehirn ist abgelenkt.
Ich hoffe es war erträglich.

Gruß,
Amy


Verschenke deinen Fernseher…

…es sei denn, du kannst ihn als Computer-Bildschirm nutzen.
Als ich vor einigen Jahren meinen Fernseher abgeschafft habe, habe ich es nicht bereut. Ich habe ihn gegen eine Dienstleistung getauscht, von der ich noch lange Zeit etwas hatte. Vorher habe ich den Fernseher nie benutzt, er stand rum und verstaubte.

Auch wenn das bei dir nicht der Fall ist sag ich: Weg mit dem Arschloch! Verschenk ihn, vertausch ihn, schaff das ab. Dafür gibt es mehrere gute Gründe. Und die Seite des Plus überwiegt eindeutig die Seite des Minus. Ich sage nicht, dass die „Abgewöhnung“ für jeden leicht ist, aber ich garantiere euch ein besseres Leben – versprochen!

Das Fernsehen lügt. Was nicht passt wird passend gemacht. Kaum ein Mensch würde etwas hinterfragen, was im Fernseher läuft, richtig? Verdummung ist ein Ziel, welches mir immer bewusster wird je weiter ich mich davon entferne. Ein Zuschauer wird zum Sklaven seiner Passivität. Keiner sagt, dass ihr das Ding nicht nutzen sollt um euch ganz gezielte Informationen zu holen oder wenn wirklich etwas unterhaltsames kommt. Nachrichten: Schenkt denen bloß keinen Glauben! Was alles weg gelassen wird. Wie Fakten verdreht werden und welch unwichtiger Scheiß im Mittelpunkt steht… N24 gehört zu RTL. Zusätzlich pflanzt die Mattscheibe Bedürfnisse, die ihr dann befriedigen wollt und eine Werbung später seid ihr schon wieder out.

Lest mehr Bücher! Beschäftigt euch mit euch selbst. Starrt euche Probleme nicht weg. Geht raus, trefft Freunde, tut gutes für eure Mitmenschen. Seid aktiv!


Was liebst du an dir?

Manchmal bin ich in einem Zwiespalt mit mir selbst. Mag ich mich, oder mag ich mich nicht? Und was mag ich an mir und wieso? Manchmal mag ich meine Nase, weil sie eben keine Modelnase, wie aus Hochglanzmagazinen ist, sondern eine Charakternase. Vor ein paar Jahren habe ich mir immer eine Nasen OP gewünscht. Mittlerweile kann ich meine Nase gut riechen :)

Ich mag meine dünnen Handgelenke und meine filigranen langen Finger. Ich mag meine Augen und meine Lippen, die leichten Sommersprossen, meine Schlüsselbeine, meine Weltanschauung, mein Temperament, meine Wimpern, meine Zähne und meine Fußfesseln. Ich liebe meine Narben. Jede!

An manchen Tagen mag ich meine Kurven, an anderen vermisse ich meine Knochen. Ich frage mich, warum ich an manchen Tagen mehr in mich verliebt bin und an anderen Tagen möchte ich nicht aus dem Haus gehen. Schluss mit den Komplexen! Schluss mit dem Selbsthass.

Ich möchte mich so akzeptieren können wie ich bin. Es ist so schade, dass die Medien ein Schönheitsideal festgelegt haben, der Industrie zu Liebe. Wenn man Vorzeigebeispiele mischen würden (so wie Dove z.B), dann könnte sich jeder so lieben, wie er ist. Oder zumindest die nächste Generation.

Warum die Medien nicht das Schönheitsideal abschaffen werden: Viel zu große Industriezweigen in Milliardenhöhen würden kaputt gehen. Schönheitsoperationen aus falschen Gründen und all die vielen Diätprodukte, Ernährungsberater, Fitnessbranche… ich sag nicht, dass niemand mehr auf seine Figur achten würde, aber es wären wohl deutlich weniger.

Heute hab ich mich wieder lieb, nachdem ich gestern nicht aus dem Haus gegangen bin.

Was liebst du an dir? Und bist du auch manchmal schwach oder öfter? Was glaubst du, woran das liegt? Was würde dir helfen, dich wohler zu fühlen?

Fühl dich gedrückt.


Meine Beerdigung

Lesen mit Musik:

Jeff Buckley – Hallelujah (Official Music Video)

Nicht erschrecken, ich habe noch nicht vor zu sterben. Nur falls eines Tages die Zeit auf Erden endet, seid bitte nicht traurig. Ja, einige Hater werden sowieso ein Feiertag daraus machen – andere werden trauern. Wenn ich an meine Beerdigung denke stelle ich mir tatsächlich eine fette Fete vor!

Keine Tränen, keine traurigen Songs. Wehe einer kommt in schwarz. Und auf einem öden Friedhof möchte ich auch nicht zerfressen werden. Vielmehr möchte ich, meine Organe und alles nützlich der Medizin & Bedürftigen spenden und den Rest verbrennen lassen. Dann kann mein Staub in kleine verschnörkelte Glasviolen gefüllt werden und von einigen um den Hals getragen werden. Oder noch besser, bei schönem Wetter auf einem Festival wie eine Portion Holi-Pulver in Luft und auf den Boden verteilen. Wieder eins mit der Natur werden und den Boden nähren.

http://www.friedwald.de
„FriedWald ist eine alternative Form der Bestattung. Die Asche Verstorbener wird in einer biologisch abbaubaren Urne beigesetzt, mitten in der Natur, an den Wurzeln eines Baumes. So eröffnet sich eine natürliche und würdevolle Alternative zu den bislang gewohnten Bestattungsorten. Die Grabpflege übernimmt im FriedWald die Natur.“

http://www.diamantbestattungen.de
Zu einem Diamanten werden und über Generationen vererbt werden ist auch ein schöner Gedanke.

Über das Meer verstreuen fände ich auch super oder mit einer Rakete in die Luft. Irgendetwas… nur bitte bitte kein Friedhof, mit Freunde und Party.

Macht ihr euch manchmal Gedanken über euren Tod? Es fällt mir schwer, mir ein Leben auf der Erde ohne mich vorzustellen. Aber zum Glück wird es bis dahin noch viele viele Videos von mir geben, und vielleicht bin ich bis dahin legen… Achtung es kommt gleich: där! :D


Beziehungsglück

Ich Bin glücklich in meiner Beziehung. Keine war so lang, wie diese. Trotzdem waren alle schön, zumindest eine Zeit lang.

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Was macht eine Beziehung zu einer lang anhaltenden Liebe? Ich glaube nicht, dass das Alter entscheidend ist, die Hautfarbe oder ob man optisch zueinander passt. Vielmehr ist es wichtig, dass man die selbe Sprache spricht und ich meine nicht Englisch oder Deutsch. Mehr die Verknüpfung der Worte an Gefühle und Erfahrung. Man sollte eine Gemeinsamkeit haben. Sei es das liebste Hobby oder die Auffassung wie eine Beziehung laufen sollte. Ebenso sollten beide gleich viel
Wert sein. Das Geben und Nehmen muss in Relation stehen.

Eine große Portion Ehrlichkeit. Die Bereitschaft zu Vertrauen, den Mut über alles zu sprechen, ohne Angst.

Es gibt viele Wege eine Beziehung unbewusst zu sabotieren: Das anstauen unausgesprochener Gedanken, der Verzicht auf die eigene Lebensfreude, die eigene Unzufriedenheit immer und immer wieder am Partner auszulassen ohne darüber zu sprechen, Lügen, Eifersucht.

Eine der Herausforderungen im Leben ist es, den Partner zu finden zu dem wir passen. Bis wir einander richtig kennenlernen, die Anfängliche Verliebtheit verfliegt, die Maske porös wird und der erste Eindruck verfliegt, können ein paar Monate vergehen.

Manche schaffen dann den Absprung nicht. Andere haben vielleicht Angst vor dem Alleinsein. Einer liebt immer mehr als der andere.

Wichtig ist, sobald man selbst merkt, dass das Interesse nachlässt, den Partner nicht im Glauben zu lassen, alles sei okay. Reden ist wohl einer der wichtigsten Faktoren in einer Beziehung.

Was hast du in deinen Beziehungen gelernt? welche Eigenschaften sind für dich unverzichtbar?


Selbstmord

Wenn man sich ummbringt, warum andere Leute reinreißen? Es gibt genug, die unter einem Selbstmord leiden. Zum Beispiel die Familie, die Freunde und Bekannte. Und natürlich die, die es wegmachen müssen. Aber sich vor eine Bahn zu werfen ist wirklich das letzte! Stundenlanges aussetzen von Zügen. Feststecken in Zügen. Menschen die einfach nur nach Hause wollen, nach einem 14 Stunden -Arbeitstag. Oder Menschen die zur Arbeit müssen und an ihrem Job hängen. Und es ist absolut ekelhaft Einzelteile zusammenzusuchen. Und es ist noch ekelhafter beim watscheln über die Gleise zum nächsten Bahnhof über Blut und Hautfetzen zu laufen. Auch das überfahren selbst, wenn man direkt im ersten Wagon sitzt hat etwas gruseliges. Es macht rums und ist spürbar (etwa wie das fahren mit Fahrrad über eine Bordsteinkante). Der Arme S-Bahnfahrer. Ich meine… was soll das :(

Heute war mal wieder einer dieser Tage.
Meine Oma hat gekocht und erwartete mich und meine Tochter zum Abendbrot. Ich hatte die letzten 24 Stunden, 14 Stunden gearbeitet… da wollte ich nicht 2 Stunden irgendwo festhocken mit genervten Menschen. Ein Gedanke manifestierte sich: „Ich könnte töten!“ Aber er/sie war ja schon tot.

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Genauso Selbstmordattentäter… so ne Wichser!! Bringen sich um und reißen Menschen in den Tot, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Vielleicht eine Frau, die jahrelang versucht hat Schwanger zu werden, die gerade mit der freudigen Botschaft vom Arzt kommt. Hat den Mann natürlich schon angerufen. Der freut sich und will seiner Frau um den Hals fallen – und nicht um den Grabstein. Dder einen jungen Kerl. Gerade heute sein Abitur bestanden, er will das Leben beginnen… hier und jetzt und nicht in einer anderen Dimension -.-* Wieso können manche das Leben nicht schätzen?

Also, was lernen wir? Wer unbedingt vorzeitig aus dem Leben aussteigen möchte, macht das besser alleine Zuhause und trifft sämtlich Vorkehrungen um wenigstens das, so angenehm wie möglich zu gestalten.

Und bevor mich jetzt alle hassen: In diesem Text steckt ein Hauch von meiner dunklen Seite. Quasi, das kleine Teufelchen. Und wer denkt, ihm wachsen Blümchen aus dem Arsch, darf ruhig selbst mal in seinen eigenem Kopf lauschen… ich spreche es nur aus. Bzw. ich schreibe es nieder. Einmal und nie wieder.


„Scheiß Türken“

Man kann zwar alles denken, aber man sollte nicht alles aussprechen. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass Karma bei bösen Gedanken abgezogen wird. Eine offensichtlich behinderte Frau will sich auf den freien Platz in der Rollstuhlabteilung im Bus setzen. Ein Mann, der noch nicht einmal im Bus ist schreit durch die gerade geöffnete Tür „NEEEEIN, da muss ich mich hinsetzten!!“. Die Frau ist Türkin und schon alt. Der Mann lässt die Leute nicht einmal aussteigen und drängelt sich mit seinem Schieb-Hand-Einkaufsroller-mit-Sitzfläche durch die Aussteigenden zu ihr durch um dann nochmal zu betonen, dass sie kein Recht hätte sich dahin zu setzten, weil er ja umfallen würde, wenn er sich nicht setzt. Die alte Frau macht platz. Die Frau des brüllenden Mann sagt laut: „Scheiß Türken“.

YYYHHHHHHHTTTTT! Zisch… Alarmglocken! Grrrrr. Hackt es noch? Bei sowas bin ich ja voll und ganz in meinem Element.

„Du bist ein scheiß Deutscher. Nicht weil Deutsche scheiße sind… aber du bist einer dieser braunen beschissenen Deutschen.“

Ich stand auf um der Frau meinen Sitzplatz zu geben, ein anderer Mann stand auf um mir seinen Platz zu überlassen.

Nächste Station will noch eine Frau mit Kinderwagen dazu steigen. Die Frau solle doch noch einen Bus abwarten, sagte der Greis und bloß nicht so nah mit dem Kinderwagen kommen, er müsse gleich aussteigen und pünktlich um 12 Uhr zum Essen Zuhause sein. Einfach krank, wirklich. Aber schön zu sehen, wie ein ganzer Bus es nicht verkraftet wenn ein Deutscher „Scheiß Türken“ brüllt.

Seine Frau musste stehen, als ein Platz frei wurde sagte er laut, setze dich dort hin. Als eine andere Türkin, offensichtlich Bekannte der alten Frau, sich schneller dahin setzte, um ihn eins auszuwischen, musste ich schon grinsen. Der brülle nur noch lauter, „Lass meine Frau da sitzen du scheiß Türkin“. Es war ein bisschen wie Kindergarten der Erwachsenen. Aber wer will sowas schon auf sich sitzen lassen?

Busfahren ist immer wieder ein Abenteuer.

Das junge Paar, dass scheinbar das Portemonnaie hat in der U-Bahn liegen lassen – mit gerade abgebuchten Geld, Kreditkarten und Ausweisen. Man war das ein Gefauche. Sie: „Es passiert dir immer wieder. Lerne doch endlich mal, dich umzudrehen bevor du den Raum verlässt. Schon so oft. Das ist so teuer! Lass das alles sofort sperren!“
Ja das kenne ich… bis zu meinem letzten Handy, hatte ich alle 2 Monate ein neues. Ich hatte über 6 Ausweise und schon 10 Portemonnaies, bis ich endlich gelernt habe mich vor dem Verlassen noch einmal zu vergewissern, dass alles bei mir ist.

Im Übergang hatte ich eben nur Kopien bei und Bargeld, keine wichtigen Karten. Heute habe ich mein Portemonnaie seit sicherlich 3 Jahren nicht mehr verloren und mein Handy seit 2 Jahren nicht mehr. Allerdings habe ich es schon mindestens 50x panisch gesucht, weil ich dachte ich hätte es verloren. Obwohl… habe meine Potte schon 2x an der Kasse in Supermarkt liegen gelassen, weil ich so mit dem EInkauf beschäftigt war, habe aber alles wieder bekommen *gg*

Es ist kein Problem verpeielt zu sein, man muss nur lernen damit umzugehen. Es ist auch kein Problem, „bösartige“ Gedanken zu haben – man sollte sie nur nicht in der Öffentlichkeit aussprechen oder ausleben.


Verkehrte Welt

Kennst du das? Da sind so Viele freundlich zu dir, dein Tag ist ist wundervoll… aber da ist dieser Eine, der kritisiert dich und es wird dich den ganzen Tag beschäftigen. So wie ein Rotweinfleck auf einem hellen Teppich, von dem man sich nicht abwenden kann.

Ich kann nur von Glück sagen, dass ich mich ab und zu noch dabei erwische. Meistens fällt es einem gar nicht auf, weil wir wie Zombies durch den Tag laufen. Die Gedanken wie ein rasender Fluss. Unbeobachtet tut der Fluss was er möchte. Er reißt mit seiner Wucht alles mit, was nicht wie ein Fels in der Brandung steht. So schaffen die Gedanken es ganz unbewusst uns zu lenken. Dabei lauschen wir nur nicht in uns rein. Wir wissen, da war dieser eine der uns kritisiert hat (oder eben eine andere Negativität) – aber sonst… was war an diesem Tag eigentlich toll?

Vorfall:
Der Bus am Morgen fuhr zur Arbeit und hielt an den gewohnten Haltestellen. U-Bahnhof Mehringdamm steigt ein fetter Mann mit voll beladendem Rollstuhl dazu. Ab dem Moment stinkt der Bus.
Die Leute verkriechen sich in die hintersten oder vordersten Ecken, halte ihre Nase in das eigene Shirt oder die Tasche, ein paar versuche vergeblich die Fenster zu öffnen, Würgegeräusche. 2 Stationen später hält der Bus an – kein Mensch an der Station. Der Busfahrer geht dorthin wo ein Mensch einen leeren Radius um sich zieht „Sind sie das, der so stinkt?“ – „Öhm. Nein.“ – „Steigen Sie bitte aus! Das ist ja unerträglich. So kann ich nicht weiter fahren.“. Beim rausgehen sah man ganz deutlich, dass der Mann sich eingepinkelt hatte, die Kleidung war schmutzig, der Mann geknickt. Noch 3 Stationen später konnte man ihn riechen.

Ich bin mir nicht sicher, wie ich das finden soll. Natürlich ist das ziemlich ekelhaft gewesen. Beidseitig. Es war ein abscheulicher Gestank, aber es war ebenso unmenschlich. Unzumutbar war der Geruch, unsanft der Rauswurf. Zum Glück hat keiner geklatscht. Es war traurig und erleichternd zugleich. Menschen sollten ein Grundrecht auf duschen, saubere Kleidung, Nahrung, ein Dach über dem Kopf und einen Schlafplatz haben.

Vorfall löst aus:
Da fällt mir dieser eine Bettler am Kottbusser Tor ein, der sitzt dort jeden Tag in der prallen Sonne, ein paar Meter vor der Bank. Er hat keine Beine und labert alle in so einem weinerischen Ton an. Mimimi Mama mu. In einer unerträglichen Stimmenlage. Seine Hände sind super… er kann auch mit dem Rollstuhl fahren. Ich frage mich, warum der nicht arbeitet? Es gibt genug Jobs, die mit den Händen gemacht werden können. Okay, ich denke er kann nicht so gut deutsch – aber er könnt in einem klimatisierten türkischen Supermarkt sitzen und kassieren, wenn er wollte.

Da fällt mir noch eine behinderte Frau aus der U-Bahn ein. Ich weiß nicht mehr genau, wodurch sie körperlich eingeschränkt war. Ich weiß nur noch, dass es offensichtlich war. Als ein Bettler durch die U-Bahn lief und Geld schnorren wollte, hat sie nur unverständlich den Kopf geschüttelt. Danach sagt sie zu mir: Selbst ich gehe mit meiner Behinderung arbeiten. Ich will kein Mitleid, ich habe auch ein Leben. Wenn der Schnorrer stundenlang durch die Bahn laufen kann, kann der auch arbeiten. Er ist nur zu faul, die benötigten Anträge zu stellen und sich mal irgendwo zu bewerben.

Wusstest du dass jede Firma ab einer gewissen Anzahl von Mitarbeitern dazu verpflichtet ist behinderten Menschen arbeit zu geben? Ansonsten müssen sie Extrasummen an den Staat zahlen.

Manchmal ist alles ziemlich Zusammenhanglos, tut mir leid :) Gedankenströme erfassen und niederschreiben. Deswegen sollte ich kein Buch schreiben!


Erwachen

Erkennen, was wirklich wichtig ist. Die „wahre Natur“. Energie. Das geistige „Erwachen“.

Was das ist? Kurzfassung: „Stille im Oberstübchen“ und „Frieden im Körper“. Es ist eine Art spirituelle Dimension. Wenn ich meine Version versuche zu Blog zu bringen, werden mich einige für übergeschnappt halten. Aber eines weiß ich: Es ist entspannend und friedlich. Es ist innerer Reichtum. Der Kopf ist ruhig – am Anfang vielleicht nur für kurze Augenblicke. Aber dann immer mehr. Und diese Ruhe lässt uns präsent in der Gegenwart verweilen. Wir sind aufmerksamer uns und anderen gegenüber. Sensibler. Dadurch reagieren wir adäquater. Das vereinfacht das Leben um ein Vielfaches.

Die Aufmerksamkeit ist nicht mehr verteilt an Orten an denen sie nicht gebraucht wird – in der Vergangenheit und in der Zukunft. Das Sorgen ruft Probleme herbei. Wenn ich mich darauf konzentriere, dass es dort und daran hapern könnte – dann handele ich mit Angst und nicht voll konzentriert.

Aber wie komme ich nun zu dem Erwachen, die Lösung von dem Bewusstseins aus der Identifikation mit der Person, die ich zu sein glaube? Zuerst musst du dich von deinem „falschen Ich“ lösen. Du definierst dich nicht über die Probleme die du hast. Die Stimme in deinem Kopf wird sich wehren, sie stirbt ungerne freiwillig. Solange wir uns mit dieser Stimme identifizieren, werden wir leiden. Die Stimme leistet „inneren Widerstand“, welcher sich wiederum in Form von Aggression, Verteidigung, Rückzug oder in der letztlich immer dahinterstehenden Angst ausdrückt.

Bitte versuche folgendes sofort aus und lies dann erst weiter.

Frag dich selbst, schließe die Augen und lausche dann: Was werde ich als nächstes denken?

Bei dem einen hat es jetzt vielleicht ein paar Minuten gedauert, bei dem anderen nur ein paar Sekunden. Das ist ganz egalJedenfalls warst du im JETZT. . Wenn du dich das öfter fragst, wirst du merken, dass du und deine Gedanken nicht das selbe Wesen sind. In meinen Augen ist der Körper das irdische – und unsere Seele ist der „Hauch Gottes“ der Geist ist das Individuum.
Ich sage: Wir sind hier um zu lernen und zu erfahren. Es gibt keine guten und keine schlechten Erlebnisse. Es ist eine Frage des Winkels der Betrachtung. Ich kann nicht oft genug sagen, wie oft mir eine „schlechte“ Erfahrung neue Türen eröffnet hat. Es ist wichtig unangenehme Gefühle genauso willkommen zu heißen wie angenehme Gefühle.

Für den einen klingt das sinnvoll, der andere ist weit davon entfernt, das zu erkennen. Ich wünsche euch allen Frieden, Liebe und Geborgenheit! Egal wie ihr dazu kommt! Die einen gehen mit Gott, die anderen mit sich selbst.