Vegan heißt nicht Fairtrade!


Man wird wohl immer zwischen die Fronten geraten und ich will jetzt keinen Monolog darüber führen á la „ist vegan gut/schlecht?“. Natürlich bin ich mir bewusst, dass es heutzutage schön wäre darauf zu achten, dass alles fair angebaut wurde, gesund und bestenfalls noch vegan ist. Vegane Produkte sind schon teuer genug… und nur weil etwas vegan ist, ist es noch lange nicht fairtrade gehandelt.

Jeder von uns konsumiert Nahrungsmittel, die unter unfairen Bedingungen entstanden sind und für die irgendwelche Menschen und Ländereien ausgebeutet wurden. Angefangen von Soja bishin zu Nutella und Kaffee. Es geht bei Kleidung weiter wie z.B. H&M und es endet noch lange nicht bei Kosmetik von XY.

Hierzu eine wunderschön anschauliche Grafik, die ich auf http://alles-schallundrauch.blogspot.de gefunden habe.

Das ganze ist so verdammt verstörend, erschreckend und beängstigend, dass ich gar nicht weiß, was ich überhaupt noch essen oder benutzen soll. Eine kleine Minderheit an Konzernen beherrscht alles was ich kenne. Haben wir tatsächlich geglaubt die Wahl zu haben? Welch Illousion!

Völlig vom eigentlichen Gedanken abgewichen: Nicht alles wo vegan drauf steht ist fairtrade drin :) Und ob Bio, tatsächlich Bio ist wage ich auch zu bezweifeln. Ein Bio-Ei garantiert lediglich, dass das Huhn, welches dieses Ei gelegt hat mindestens 72 Stunden (im Monat) an der frischen Luft war. Eier aus der Legebatterie sehen nie echtes Tageslicht, außer dem Transport auf diese Farmen.

Ich bin nicht vegan, ich versuche lediglich Rücksicht auf meine Umwelt zu nehmen. Aber deswegen lebe ich nicht wie eine Nonne im Kloster sondern eher wie ein Gourmet ;) Wenn ich kann greife ich auf Vegan, Bio und Fairtrade zurück – aber das ist kein Versprechen an euch, sondern an mich und meine Brieftasche. Am Ende schulde ich nur mir selbst etwas. Wenn der Film meines Lebens vor meinem Geiste abläuft muss ich damit klar kommen, wie ich gelebt habe.

Natürlich werde ich auch in Zukunft niemanden vorenthalten, welche tolle vegan (oder fairtrade) Produkte es gibt! Was ihr daraus macht ist ganz euch selbst überlassen.

<3
Amy

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Über Amy

Junge Mutter, bloggt seit 1999 ihre Gedanken und Gefühle. Starke Verbindung zu Lesern & Zuschauern ist ihr wichtig. Authentisch auf allen Ebenen. Video SEO Experte. Siehe Referenzen. Zeige alle Beiträge von Amy

4 responses to “Vegan heißt nicht Fairtrade!

  • WildeKatze

    Diese Karte kenne ich und es ist echt erschreckend!!!
    Ich versuche, möglichst nichts von diesen Firmen zu kaufen und sowieso vegan und wenn das Geld es erlaubt auch mal bio und fairtrade :-)
    Liebe Grüße
    Katha

  • Melli

    Eigentlich wäre es ziemlich cool so eine art „Kaufhaus des guten gewissens“ zu bauen. Dann müsste man sich nurnoch halb so viel im Internet aufhalten um informationen über konzerne zu sammeln ;-)

  • fabienne

    die graphik ist echt hammer. da sieht man mal, wie die produkte alle zusammenhängen. ich fände es auch toll, fair-produzierte sachen zu kaufen. aber ich habe einfach den eindruck, dass man letztendlich immer betrogen wird, von all den lobbyisten. und solange dei meisten menschen nach billig billig schreien, werden auch tiere unter schlimmsten bedingungen gehalten und mit antibiotika vollgestopft. echt schade…

  • Engelchen

    Ich finde Vegan eine gute Sache und bewundernswert, wenn Leute vegetarisch oder vegan leben. Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass mir das zuviel Zeit kosten würde und ich zu gerne Fleisch esse.
    Was mir jedoch möglich ist, das tue ich. Und das ist, darauf zu achten, dass Produkte möglichst fairtrade hergestellt werden, Tiere, die ich esse, ein schönes Leben hatten. Dafür bezahle ich dann auch gerne mehr.
    Leider ist das ja auch nicht immer so einfach zu erkennen und auch da investiere ich zu wenig Zeit.
    Aber ich denke, wenn jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten darauf achtet, macht das bereits einen Unterschied. Leider leben viele Menschen mit der „Geiz ist geil“-Mentalität. Fairtrade kostet halt und lässt sich mit dieser Mentalität nicht vereinbaren.
    Hätte ich weniger Geld zur Verfügung, würde ich einfach weniger Fleisch essen, aber nicht günstigeres Fleisch kaufen.

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