Fünf-Favoriten-Freitag : Mutter-Momente


Das Leben hat sich geändert. Ohne Zweifel. Ich will das alte Leben nicht zurück. In meinem Arbeitsumfeld gibt es viele Menschen über 30 Jahre, die noch keine Kinder haben und keine wollen. Plötzlich scheint es mir unbegreiflich. Dieses Wesen gebe ich nicht mehr her. Ich kann mein Glück noch immer nicht fassen. Von welchen Momenten ich nicht genug bekommen kann…

Babybonus:
Elternzeit. 1 Jahr lang Zeit mit seinem Kind. Oder auch 2 Jahre. Das ist in Deutschland besser, als in den meisten anderen Ländern dieser Welt. In Israel gibt es „nur“ 8 Wochen – dann muss Frau wieder ran. In anderen Ländern, muss die Frau gleich nach der Geburt, weiter das Feld pflücken. Elternzeit: Die Zeit für mich und mein Kind, in der ich trotzdem zu nichts komme.
Manchmal bekomme ich, nur wegen diesem süßen Kind – Dinge billiger oder geschenkt. Das erinnert mich an meine Kindheit, da war das ebenso. Ich fühlte mich, als gehöre mir die Welt. Und jetzt ist sie wieder mein – zumindest ein Teil von ihr.

Fortschritt und Wachstum:
Obwohl es völlig klar und selbstverständlich ist, dass ein Kind wächst und gedeiht, ist es so unfassbar schön zu beobachten wie ein Kind sich selbst und seine Umwelt entdeckt. Vom Stimme austesten und die eigenen Hände entdecken bis hin zu Krabbelversuchen und dem Spaß am stehen. Es ist als würde man die Welt selbst neu entdecken – einfach atemberaubend.

Schockmomente:
Man trifft alte Klassenkameraden oder den Exfreund. Keiner glaubt, dass ich schon ein Kind habe. Geschweige denn, dass ich das gut mache bzw. es versorgen kann. Sowieso… wie konnte etwas so süßes aus MEINEM Körper entkommen? Ich wurde ja nie sonderlich gemocht – außer von dir vielleicht. Und für solche Schockmomente, indem sich mein Gegenüber versucht ein neues Bild zu machen… für solche Momente sterbe ich :) Zum Teil scheint es einigen so weltfremd mich als liebevolle Mutter zu erleben, dass sie das alles für einen schlechten Scherz halten „Sicher, dass du mich nicht verarschst?“

Freundlichkeit:
Davon möchte ich mir bestenfalls eine Scheibe abschneiden. Dieses Kind lächelt verdammt nochmal alles und jeden an und erfreut sich an jedem Geräusch. Es kam schon lächelnd zur Welt, einfach ein Engel. Selbst wenn es tot müde ist, kann es sich für ein lächelndes Gegenüber ebenfalls freundlich begeistern. Alleine dieses Kind lächeln zu sehen, bringt mich zum lachen. Die Äuglein aufgeschlagen fängt es sofort an zu grinsen. Ansteckend.

Liebe:
Das Gefühl, gerade der wichtigste Mensch im Leben eines anderen Menschen zu sein ist nicht verdrängbar. Das Kind weint – Mama nimmt es auf den Arm und schon kann es sich beruhigen. Das Kind erkundet liebend gerne die Gegend auf dem Arm von Mama oder Papa. Mama wird auch gerne angeknabbert, besabbert, bekotzt und in den Mund genommen. Es ist mehr als schmeichelnd. Dieses Gefühl der bedingungslosen Liebe ist wie ein großer gelber Schulbus – er überfährt mich. Bedingungslos und rein – so soll es immer sein. Von Tag zu Tag wächst meine Liebe diesem Wesen gegenüber. Einfach unglaublich.

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Über Amy

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4 responses to “Fünf-Favoriten-Freitag : Mutter-Momente

  • fräuleinmoon

    seuftz. genau das fühle ich auch jeden tag bei meinen mondmädchen <3

  • Anke Bartsch

    Schön wie du das beschrieben hast :) Ich wüßte gern ob du noch Zeit findest dich mit Freunden zu treffen oder wie du das alles unter einen Hut bringst. Ist es nicht besonders schwer wenn die Freunde selbst keine Kinder haben? Liebe Grüße

    • diamondoftears

      Manche Freunde sieht man weniger, manche mehr. Ich denke, es ist wichtig das Kind als Selbstverständlich zu sehen. Es einfach überall hin mit zu nehmen. Aus Stillen kein Drama zu machen, dabei auf Ruhe zu achten, sich ein Eckchen suchen, die Musik vielleicht einen Tick leiser zu machen. Man ist eben 2 Personen. Wer das nicht akzeptiert und damit nicht umgehen kann, wird eben weniger gesehen. Aber an sich, ist es kein Problem. Man hat etwas weniger Lust außer Haus zu gehen. In der ersten Zeit zumindest. Man ist ja auch nicht mehr alleine. Frau ist eben 2. An Gesellschaft fehlt es einem zumindest nicht. Vielleicht Gespräche. Bzw. die Antwort auf laute Monologe. Ich kann nicht klagen. Gestern war full House. Heute ist full House. Das Kind ist begeistert. Ich kann mich nicht beschweren. Zumindest nichts, was dauerhaften Ärger hinterlässt.

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